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„Das Glück kam immer zu mir“

Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich

Seit 11. April 2011 ist die Biographie des letzten bekannten Zeitzeugen, der wegen Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert war, im Buchhandel erhältlich. Sie ist unter dem Titel „Das Glück kam immer zu mir. Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich“ im Campus-Verlag erschienen.

  Rudolf Brazda, geboren 1913, ist der vermutlich letzte noch lebende Zeitzeuge, der wegen Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert war. Seine Lebensgeschichte ist ebenso erschütternd wie erstaunlich. Kurz nach der Machtergreifung lernt er seine erste große Liebe kennen und lebt mit seinem Freund offen zusammen – sogar eine Hochzeit feiern sie. Bald jedoch werden sie verhaftet, Brazda wird schließlich nach Buchenwald verschleppt. Optimismus, Humor und viel Glück ermöglichen es ihm, Verfolgung und Terror zu überleben und das Grauen immer wieder auszublenden.

Alexander Zinn erzählt die Geschichte eines erfüllten Lebens, das trotz aller Widrigkeiten von Liebe und Lebensfreude geprägt ist. Zugleich schildert er die unbarmherzige Verfolgung homosexueller Männer während des Nationalsozialismus –eine Geschichte, die 1945 noch nicht zu Ende war. Der Paragraph 175 blieb bis 1969 in der durch die Nationalsozialisten verschärften Fassung bestehen. 2002 wurden die zwischen 1935 und 1945 verhängten Urteile aufgehoben, 2008 wurde in Berlin ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht. Doch bis heute sind die Homosexuellen nicht vollständig als Verfolgte des Nationalsozialismus anerkannt. Eine Entschädigung für seine Gefängnis- und KZ-Haft hat auch Rudolf Brazda nicht erhalten.


Pressestimmen:


04.07.2011, Der Spiegel
Flirt mit Wowi
"Jahrzehntelang wurde die Homosexuellen-Verfolgung der Nazis verdrängt. Jetzt erinnert der wohl letzte Überlebende, Rudolf Brazda, an die Schwulenhatz - und Sex im KZ."

14.01.2012, Die Welt
Als Josephine Baker kam er durchs Dritte Reich
"Zum Glück gibt es ein Buch, das seine Lebensgeschichte bewahrt, die zwar von vielerlei Unrecht geprägt wurde, aber doch auch vom gesellschaftlichen Fortschritt in Europa zu mehr Liberalität und Toleranz zeugt. Dem Soziologen Alexander Zinn gelingt es, das Leben dieses Mannes wie einen Roman zu erzählen."

30.05.2011, QWIEN
"Das Glück kam immer zu mir"
"Nicht nur eine seriös recherchierte Lebensbeschreibung, sondern auch ein erschütterndes und berührendes Dokument eines fast 100-jährigen Lebens, in dem sich die Geschichte schwuler Männer und ihrer Verfolgung spiegelt."

06.04.2011, Frankfurter Rundschau
Einer, der den Rosa Winkel trug
"Das detailreiche Buch ist eine Überlebensgeschichte gegen das Vergessen."


Links:

5. März 2012, Pinkchannel:

„Das Glück kam immer zu mir“ – Autor Alexander Zinn liest
http://www.pinkchannel.net/wordpress/?p=1693


11. April 2011, Queer.de:

Der letzte schwule KZ-Überlebende
http://www.queer.de/detail.php?article_id=14027

Leseprobe: Das Verhör des Rudolf Brazda
http://www.queer.de/detail.php?article_id=14028



Das Buch ist für 24,90 € im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen:

www.campus.de



 
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